Selbstevaluation Beispiel Essay

In allen deutschen Bundesländern laufen zur Zeit Projekte, in denen die Evaluation und Weiterentwicklung von Schule und Unterricht getestet werden. Sie finden in diesem Artikel grundsätzliche Überlegungen und Hinweise zum Thema Fremd- und Selbstevaluation an der Schule, außerdem Hinweise auf Materialien wie Fragebögen und Zielvorgaben.

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Inhalt
1. Kultusminister/innen bevorzugen Selbstständigkeit der Schulen
2. Evaluation kann in jeder Hinsicht konstruktiv sein
3. Links zu Materialien (Evaluations-/Fragebögen, Definitionen usw.)

Besonders das Thema “Fremdevaluation” liegt den meisten Lehrer/innen wie ein Stein im Magen. Niemand mag Herren in grauen Anzügen, die einen urplötzlich und grinsend ins Klassenzimmer begleiten und sich anschließend mit ernster Mine besorgt über fehlende Handlungsorientierung auslassen.

Bei diesen paranoiden Gedanken werden jedoch oft zwei wichtige Punkte übersehen:

1. Kultusminister/innen bevorzugen Selbstständigkeit der Schulen

Die Kultusminister/innen sähen es viel lieber, wenn sie sich die Finanzierung von externer Evaluation (durch wen auch immer) sparen könnten und Schulen eigene Evaluations- und Entwicklungskonzepte vorlegen und durchführen würden. Allein schon die Titel aktueller Test- und Pilotprojekte der Länder: In Hessen gibt es “Selbstverantwortung plus”, Rheinland-Pfalz bekommt einen Stilabzug für das PES (“Projekt Erweiterte Selbstständigkeit”), Mecklenburg-Vorpommern: Modellvorhaben “Mehr Selbstständigkeit für Schulen”, Thüringen: “Eigenverantwortliche Schule in Thüringen” - die Liste ist endlos. Natürlich gibt es parallel dazu externalistische Tendenzen: In Niedersachsen wurde eben der Abschlussbericht der AG “Schulinspektion” vorgelegt (ein sehr reaktionär klingender Name), ab dem Schuljahr 2005/06 werden erste reguläre Inspektionen durchgeführt, ab 2006 angeblich flächendeckend (doch auch in Niedersachsen wurde fast gleichzeitig der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe “Eigenverantwortliche Schule” vorgelegt).

Noch ist nicht klar, in welche konkreten Bahnen diese Vorhaben sich ergießen werden. Sicher ist: Auf jeden Fall werden externe Institutionen ihre Finger im Spiel haben. Denn:

Erfahrungen mit Schulevaluation und Rückmeldungen aus empirischen Erhebungen zeigen jedoch auch, dass die meisten Schulen
externe Beratung brauchen, um eigene Fragestellungen für eine Evaluation zu entwickeln, Ergebnisse zu interpretieren und Strategien für die weitere Schulentwicklung aufzustellen. Ohne entsprechende Unterstützungs- und Beratungsangebote (vgl. Kapitel 10) besteht die Gefahr, das Evaluationsstudien unproduktiv bleiben und langfristig von den Betroffenen in den Schulen als Ballast empfunden werden.

“Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards” - Expertise des BMBF (pdf), S. 107, kann auch hier als Printausgabe bestellt werden

2. Evaluation kann auch (gerade!) für Lehrer/innen in jeder Hinsicht konstruktiv sein

Für Lehrer/innen ist in erster Linie der Aspekt “Evaluation” interessant. Evaluatorische Maßnahmen generieren ein Feedback, das das (Lehrer-)Leben nur dann schöner, effizienter und leichter macht, wenn es als Feedback angenommen werden kann. Dies kann nur dann der Fall sein, wenn die Evaluation professionell durchgeführt wird. Unprofessionell ist die Evaluation, wenn besagter Herr im grauen Anzug, der seit Jahren im Oberschulamt Akten auffrisst, nach dem unangekündigten Unterrichtsbesuch praxisferne Vorträge hält oder schlecht gelaunt eine Note gibt. Ähnlich unergiebig ist es aber auch, wenn man sich selbst mit schlecht konzipierten Fragebögen und laienhafter Auswertung evaluiert und so ein subjektives und damit unbefriedigendes Ergebnis erhält. Die Fehlerquellen sind Legion: weiche Pole, Skalengröße, Anzahl der Auswahlantworten usw.

Beispiel

Der Unterricht von Herrn Schmitt ist
o ganz, ganz mies
o geht so
o saugut.

Die Mehrzahl der Schüler/innen setzt wahrscheinlich ihr Kreuz in der Mitte - und Herr Schmitt ist traurig, denn er hält sich nun für einen mittelmäßigen Lehrer. Ist er nicht unbedingt - er ist nur ein barbarischer Evaluator (und das kann ihm ja eigentlich egal sein).


Das Lehrer/innenleben kann tatsächlich durch saubere Evaluationsergebnisse schöner, effizienter und leichter werden - aber nur, wenn die Auswertung konkrete Ansatzpunkte zum Handeln und (neue) Einblicke in die Perspektive der Schüler/innen gibt. Deshalb sollte man auf jeden Fall Fragebögen verwenden, die von Profis erstellt und schon in der Praxis erprobt worden sind. Ein Klick genügt:

3. Links zu Materialien (Evaluations-/Fragebögen, Definitionen usw.)

Wir haben hier einige Links zu guten Materialien kommentiert. Auf den meisten nicht aufgeführten Bildungsservern findet sich noch mehr.

“Evaluationsinstrumente für Schulen (EIS)”
Der Bildungsserver Baden-Württemberg stellt eine “Methodenkiste” für sechs Qualitätsbereiche bereit: Unterricht[/url], Professionalität, Schulmanagement, Schul- und Klassenklima, Außenbeziehungen und Qualitätsmanagement. Die Dokumente liegen als .doc (=Word) vor, so dass alle Bögen den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Die Tipps und Tricks für Selbstevaluation lohnen auch einen Blick.
qis.at - Bildungsministerium Österreich
Diese Ressource bezieht sich zwar in großen Teilen auf den Bereich Schulentwicklung, doch finden sich im Bereich “Verfahrensvorschläge” gute Fragebögen[/url]
Schulentwicklung konkret
Das thüringische Kultusministerium zeichnet verantwortlich für diese schwer navigierbare Site, die nichtsdestotrotz sehr gutes Material enthält. Für interessierte Direktor/inn/en und Bundesbildungsministerin E. Bulmahn empfiehlt sich der Konsum der ganzen Site; Lehrer/innen, die Stoff brauchen, sollten in der Abteilung “Vorhaben evaluieren” wühlen. Interessant ist auch das dort vorhandene Fallbeispiel.

 




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